Maggie´s Sunhouse ist ein Gemeinschaftsprojekt des Evangelischen Kirchenkreises in Recklinghausen und des Eine-Welt-Kreises in Herten-Disteln zur Betreuung und Resozialisierung von Waisen- und Straßenkindern in Windhoek/Namibia. Benannt wurde das Projekt nach der Hertener Lehrerin Margret (Maggie) Nölting, die sich seit vielen Jahren für die Belange von benachteiligten Kindern in Namibia einsetzt. 

Hintergrund

1997 brach Margret Nölting erstmals nach Namibia auf, um im Auftrag des Schulreferats des Evangelischen Kirchenkreises in Recklinghausen Integrationsarbeit an staatlichen Schulen, die vor Abschaffung der Apartheit im Jahre 1990 Deutsche Schulen waren, zu leisten. Sie unterrichtete zunächst in Otjiwarongo, dann in Windhoek, der Hauptstadt Namibias.
Diese faszinierende Aufgabe verschaffte ihr einen tiefen Einblick in das Lebensumfeld insbesondere der Kinder, die noch vom Schulbesuch ausgeschlossen blieben: (Aids-) Waisen- und Straßenkinder.
2001 machte Margret Nölting diese Problematik gemeinsam mit einer Kollegin der Delta School in Windhoek (DSW) zum Thema einer fast einjährigen Projektarbeit mit den Schulkindern.

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Straßenkinder in Windhoek
In regelmäßigen Abständen wurden Kinder eines Heimes in Katutura, einem Township von Windhoek, mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt.
2003 wuchs in Margret Nölting die Überzeugung, etwas Neues, von Grund auf Verändertes starten zu müssen mit dem Ziel, ein Zuhause mit Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit für die betroffenen Kinder zu schaffen. In der Abteilung „Health and Social Services“ der Municipality von Windhoek fand sie kompetente und hochmotivierte Ansprechpartner. Kontaktaufnahmen zur Bildung eines Networks und die Gründung eines Steering Committees folgten.

Bei der Suche nach einem geeigneten Objekt fiel die Wahl auf ein Grundstück mit Haus, gelegen in der nördlichen Randzone von Windhoek.
Objektbeschreibung

Das Haus wurde 1955 von der damaligen Regierung (südafrikanische Mandatschaft) zusammen mit anderen Gebäuden in der Etna Street errichtet und laufend vermietet.
Grundstücksgröße: 1057 qm
Wohnfläche: 306 qm

Zum Gebäudekomplex gehören ein Wohntrakt für Angestellte und eine Garage. Die letzten Bewohner dieses Hauses waren Straßenkinder und deren Betreuer.

Im Jahr 2002 wurde das Haus geräumt, da es dem Neubau einer Umgehungsstraße weichen sollte. Die Regierung änderte jedoch ihre Pläne. Das Haus wurde nicht abgerissen, blieb jedoch unbewohnt, wurde restlos geplündert und verfiel. Wegen der wachsenden Zahl von Straßenkindern war die Stadtverwaltung seit langem auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Haus zu renovieren und neu einzurichten.


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Nach Klärung der bürokratischen Fragen und vielen Gesprächen mit allen beteiligten Personen konnte im September 2004 mit den dringend notwendigen Renovierungsarbeiten begonnen werden
Zeitgleich begann die Planung der Inneneinrichtung, wobei aus Kostengründen zunächst die Anschaffung des allernötgsten Inventars zur Unterbringung und Versorgung der Kinder im Vordergrund stand.



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Kostenvolumen und Finanzierung

Voraussichtliche Kosten für Renovierung und Einrichtung: N$ 350.000 (ca. 46.000 €)

Startkapital: N$ 100.00 (ca. 13.000 €)

Die laufenden Kosten ab 2005 für

a) Miete, Strom, Wasser, Personal
b) Lebensmittel, Kleidung, medizinische Versorgung, Schulgeld

belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf N$ 7000 (ca. 930 €) monatlich.
Finanzielle Unterstützung des Projekts leisten zur Zeit u.a.:


sowie verschiedene lokale Organisationen und Privatpersonen in Deutschland und Namibia.

Gemeinsame Ziele

  • Gestaffelte Aufnahme von bis zu 20 Waisen- Straßenkindern
  • Identifizierung der Probleme und Bedürfnisse
  • Medizinische Betreung der Kinder
  • Zuwendung, Betreuung, Beratung, Therapie
  • Vermittlung von Fertigkeiten
  • Erziehung / Bildung durch regelmäßigen Schulbesuch
  • Intensive Versuche der Re-Integration in die Familie, Verwandschaft und das gewachsene kulturelle Umfeld