Beim Kaffee trinken doppelt Gutes tun
Herten, 07.04.2005

Trink Kaffee und tue Gutes: Die Stadt Herten tut das künftig. Und wenn es nach der evangelischen Kirchengemeinde Disteln geht, sollten alle Bürger dies tun. Sie vertreibt fair gehandelten Herten-Kaffee, der den Kaffee-Bauern, aber auch Straßenkindern in Namibia hilft

Die Vereinbarung mit der Stadtverwaltung Herten, künftig bei offiziellen Anlässen nur diesen Herten-Kaffee - und fair gehandelten Tee - auszuschenken, steht bereits. In der Personalversammlung der Stadt gestern verteilte die Gemeinde 4 Cent als "Anschubfinanzierung": Soviel muss der Kaffeetrinker je Tasse nämlich in etwa mehr zahlen für den Herten-Kaffee.

Eigentlich gibt es ihn schon lange, den fair gehandelten "Pott"-Kaffee. Andere Städte haben ihr Logo längst darauf verewigt. Allerdings galten bislang Mindestabnahmemengen (eine Tonne!) für Städte; diese wurde jetzt abgeschafft.

Und so hat Herten nun dem Kaffee aus Kolumbien, dessen Kaffeebauern einen garantierten Mindestpreis bekommen und generell im Durchschnitt den dreifachen Preis erzielen, den Großkonzerne ihnen zahlen würden, ihr neues Herten-Logo aufgeklebt. Die 60 Cent, die je halbem Pfund (Verkaufspreis 3,50 Euro) Gewinnspanne sind, will die Friedenskirchen-Gemeinde dem Straßenkinder-Projekt in Namibia zukommen lassen.

Zu haben ist der Herten-Kaffee bei Schulte-Hullern an der Hermannstraße, im Eine-Welt-Laden der Friedenskirchen-Gemeinde, in der Bäckerei Hemling in Scherlebeck und Langenbochum sowie bei Geschenke Germann in Disteln.
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WAZ-Artikel vom 07.April 2005

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